PROJEKT KOREA / 16Y

ÜBER DAS PROJEKT KOREA

Geboren bin ich in Sibirien, in einer Region, in der fast das ganze Jahr Schnee das Land bedeckt, das ist der Hauptgrund, warum ich Farben so sehr liebe, der Grund, warum ich versuche diese Liebe mit der Hilfe der Kunst auszudrücken, verschiedene Kombinationen aus ihnen zu erschaffen, sowohl in Gemälden als auch in Plastiken. Ich glaube, dass meine Arbeiten stark von meinen Reisen beeinflusst werden: Reisen nach China, um Europa (Finnland, Italien, Norwegen, Vatikan, Litauen, Lettland, Moldawien). Es fällt mir schwer, den Einfluss von modernem Design zu ignorieren. Meine Kunst ist von Künstlern, Designern und Architekturen wie Alvar Aalto (Finnland), Minoru Yamasaki (USA), Anish Kapoor (UK), Ettore Sottsass (Italien) und vielen anderen geprägt. In den vergangenen Jahren hatte ich zudem die Möglichkeit verschiedene Porzellanherstellungen in verschiedenen Ländern, zum Beispiel die ARABIA Fabrik in Helsinki, zu besuchen. Später besuchte ich die Aalto University School of Arts, Design and Architecture, wo ich viele neue Möglichkeiten kennenlernte, mit denen ich meine kreativen Ideen verwirklichen konnte, und wo ich das Thema zu meiner Diplomarbeit gefunden habe. Für meine zukünftigen Projekte plane ich hauptsächlich Porzellan zu verwenden. Es war eine Reise nach China, als ich meine Liebe zu Porzellan entdeckte, während ich die Arbeit von lokalen Künstlern beobachtete, die mit einfachen und prägnanten Formen arbeiten und dem Porzellan eine völlig authentische Farbe verleihen. Ich glaube, dass man sehr interessante Kombination aus östlichen und nordeuropäischen Stilen schaffen kann, denn in der Tat, haben sie in ihrer Ästhetik viel gemeinsam. So findet man einfache Zylinder, Kegel, viereckige Prismas sowohl in der finnischen, schwedischen und norwegischen zeitgenössischen Architektur als auch in der koreanischen, japanischen und singapurischen.

 

Oft diktiert die architektonische Form den Stil, in dem sie den Raum einnimmt und ihn füllt. Meine Beobachtungen führen mich zu dem Schluss, dass wir jetzt in einer Zeit leben, in der ein eher internationaler Stil wieder relevant ist. In der Regel ist er mit einem leichten Akzent verdünnt, der uns mit der Kultur vereint die charakteristisch für die jeweilige Region ist in der sich das Gebäude befindet. Somit hat Architektur einen großen Einfluss auf alle Arten von Kunst. Und eben so wenig kann ich die Tendenzen ihrer zeitgenössischen Natur ignorieren, also bringe ich eine Vielzahl ihrer Elemente in meine kreativen Designs und versuche dabei möglichst feinfühlig mit Farbe, Dekor und Form zu arbeiten. Gegenwärtig beschränke ich meine Ziele darauf, mit einfachen Formen und minimalistischen Designs zu arbeiten.

Meine Vorstellung von Korea stellt sich aus verschiedenen Quellen und Informationen über die Kultur der asiatischen Region zusammen: auf die ein oder andere Art nahmen die Nachbarländer Einfluss auf denn gesamte historischen Weg der Entwicklung Koreas. Genauer sah ich mir auch die moderne und klassische Kunst auf dem Gebiet der Keramik an, einzelner Künstler, die Korea in der Weltkunstszene vertreten. Korea ist ein modernes und ein technologisch weit entwickeltes Land, Tradition besteht weiterhin und wird nach wie vor geschätzt und von Generation zu Generation weitergegeben. Seine reich verzierten Trachten, harmonische Farbe und proportionale Lösungen - all dies habe ich versucht in meiner Diplomarbeit zu berücksichtigen. Im Arbeitsprozess bemerkte ich auch, dass viele Elemente der japanischen Kultur einfließen (Japan hatte einen großen Einfluss auf Korea in der Zeit von 1910 bis 1940). Leider, aber das möchte ich in Zukunft nachholen, war ich selber noch nicht in Korea gewesen.

Um die Wirkung zu vergrößern, versuche ich explizite Markierungen zu vermeiden und bewusst dem Betrachter einen Raum für Phantasie zu lassen. Die einzelnen Komponenten des Service können variieren, je nachdem, wie es verwendet wird und zu welchem Zweck. Die einzelnen Objekte umfassen keine bestimmte Funktion, man kann entweder Tee darin lagern oder etwas völlig Anderes: der Grund ist, dem Betrachter die Möglichkeit zu lassen die Funktion des Objektes selbst zu bestimmen und um im Gegenzug den Raum des Gedankens nicht ein zu schränken. Es ist für mich wichtig, dass dieses Service als bequem und funktional gesehen wird, sowohl im östlichen Sinne, als auch für Bewohner Europas und Vertreter anderer Kulturen. So habe ich also eine Reihe von Objekten geschaffen, die man durchaus als „international“ mit unaufdringlichen Elementen der asiatischen Kultur charakterisieren kann.

 

Als Hauptmaterial für die Realisierung des Projektes, wählte ich Porzellan - das am besten geeignete Material, aus praktischen und ästhetischen Gründen. Porzellan ermöglicht sich der Lösung des Problems der Massenherstellung und somit der Umsetzung dieses Projekts zu nähern. Alle Einzelteile sind aus Knochenporzellan hergestellt, um das Risiko einer Deformation (Dehnung innerhalb des normalen Bereichs) zu minimieren. Ich musste eine große Anzahl von Trägerformen schaffen, die aus hartem Porzellan gegossen wurden und gleichzeitig mit Knochenporzellan bei einer Temperatur von über 1250 Grad gebrannt wurden. Danach wurde das Service glasiert, nochmal gebrannt und dann begann ich gleich mit dem Auftrag der Farbe. Die Pigmente habe ich mit Hilfe der Airbrush aufgetragen und das Service wurde erneut gebrannt, anschließend habe ich mit Dekorelementen verziert. Das Service beinhaltet auch Untersetzer für einige Gegenstände, diese Untersetzer sind aus Schamott gefertigt (gegossen aus einer Gipsform). Das erlaubte mir, die Konzentration der reinen Farben im Ensemble zu reduzieren. Ebenso erlaubten mir die Untersetzter aus Schamott eine zweite Linie der Erhebung zu schaffen, die entlang der Unterseite des Gegenstandes verläuft und die variieren kann. Je nachdem, ob der Gegenstand einen Untersetzer hat oder nicht. So entstehen unterschiedlichste Kombinationen beim Anrichten auf dem Tisch.

 

Bei der Durchführung meiner Arbeit musste ich einige Korrekturen im Material selber vornehmen. Um das Ergebnis zu verbessern, müsste ich viel mehr Zeit investieren, als für dieses Projekt vorgesehen war. Es ist notwendig, mit diesen Produkten „zu leben“ um alle Vor- und Nachteile zu erkennen, die nur schwer zu bestimmen sind in so einem engen Zeitplan. In meiner künstlerischen Arbeit beginnt eine Phase, in der ich aktiv Farbe benutzen möchte. In Zukunft, an verschiedene Projekten arbeitend, würde ich gerne genauer.

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